
Digitale Souveränität: Wir holen Linux in den Unterricht
Dr. Hein Zopes gestaltet Material für schulinterne Lehrerfortbildungen mit den Themenschwerpunkten “Pädagogische Herausforderungen” und “Digitale Souveränität”.
Dieses Material darf entsprechend der CC BY 4.0 Lizenz von jedem heruntergeladen, genutzt, vervielfältigt und verändert werden darf. Gerne können Lehrerinnen und Lehrer es für ihren Unterricht verwenden. Auch für SchiLF-Angebote ist es geeignet. Alle enthaltenen Informationen wurden gewissenhaft recherchiert. Die Materialien werden regelmäßig ergänzt.
Eckdaten des Videos
| Stichworte | Linux Open-Source-Anwendungen Mini-PC Mediencenter |
| Inhalt | In diesem Video zeigt Dr. Hein Zopes, wie man mit einem alten Mini-PC mit Linux einen digital souveränen Unterricht ermöglichen kann. Das kleine Gerät kann eine Vielzahl von Lernapps zur Verfügung stellen. Es dient als Mediencenter und ermöglicht digitales Arbeiten mit Open Source-Lösungen. |
| Zielgruppe | Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer, Schulträger |
| Dauer | 5:04 |
| Verlinkung | librepro |
Transkript des Videos
Was man nicht kennt, verwendet man auch nicht. Wenn Schülerinnen und Schüler in ihrer Schule nur proprietäre Software z.B. von Microsoft nutzen, erfahren Sie im schulischen Kontext nicht, wie digitale Souveränität mit Open Source Lösungen möglich ist.
An etwa der Hälfte der Schulen in Deutschland sieht die Lage so aus und das ist bedauerlich. Sehr erfreulich ist hingegen, dass einige Bundesländer die Bedeutung der digitalen Souveränität erkannt haben und die Umstellung auf Open Source Lösungen forcieren. Auch mehrere Schulträger haben sich auf den Weg gemacht. Es wird aber leider noch lange dauern, bis dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen ist.
Wenn man momentan an einer der vielen Schulen arbeitet, die ihre Digitalität mit Microsoft Produkten realisieren, kann man zumindestes mit einfachen Insellösungen seinen Schülerinnen und Schülern einige wertvolle Einblicke in die Open Source Welt ermöglichen.
Mit einem Raspberry Pi kann man eine Nextcoud in den Unterricht holen und damit eine selbstverwaltete Open Source Cloud Lösung den Schülerinnen und Schülern vorstellen. Wenn man nun noch einen Mini PC mit Linux im Unterricht aktiviert, kann man die vielen sehr guten Open Source Anwendungen vorstellen, die genauso funktional wie die proprietären Anwendungen sind, ohne deren Datenhunger und deren digitalen Abhängigkeiten.
Wenn dieser Mini PC mit einem Beamer verbunden wird, kann er einerseits als Medien Server dienen, Linux Apps zur Verfügung stellen und zur Präsentation von Ergebnissen dienen, die über die Nextcloud ausgetauscht werden.
Als Mini PCs eignen sich günstige gebrauchte Geräte, z.B. von HP, die für ungefähr 100 € bei Internethändlern zu erwerben sind. Das sind wiederaufbereitete Geräte, die schon viele Jahre in Büros gearbeitet haben. Für unsere Zwecke sind sie aber vollkommen ausreichend. Sie haben genügend Leistung.
Auf diesen Geräten lässt sich sehr gut ein Linux Betriebssystem installieren. Hierzu benötigt man nur ein Image, welches man kostenfrei downloaden kann. Für alle möglichen Betriebssysteme gibt es Anwendungen, mit denen man das Image auf einen USB-Stick schreiben kann. Nun bootet man den Mini PC vom USB-Stick und installiert das Linux System. Im Internet findet man eine Vielzahl von Tutorials, die die Vorgehensweise kleinschrittig erklären.
Wenn man den Linux PC mit einem Beamer verbindet, kann man den Schülerinnen und Schülern nun die Linux Welt präsentieren. Der Linux Mini PC kann nach Bildschirmfreigabe von der Lehrkraft mit ihrem eigenen mobilen Endgerät gesteuert werden.
Die Schülerinnen und Schüler erleben einen attraktiven Desktop. Der Mini PC ist mit der Nextcloud verbunden und kann die Dateien, die Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer hier abgelegt haben, mit Libre Office, Only Office oder anderen Anwendungen öffnen, präsentieren und bearbeiten.
Ein Tafelbild kann gemeinsam erstellt und bearbeitet werden.
Im Software Center findet man eine sehr große Zahl von kostenfreien Anwendungen, die den Unterricht bereichern können.
Videos und Bilder lassen sich professionell bearbeiten.
Als Medienserver hält er das komplette Angebot der öffentlichrechtlichen Sender im deutschsprachigen Raum bereit.
Videos können heruntergeladen und gespeichert werden. Viele weitere Einsatzmöglichkeiten lassen sich entdecken. Wir sehen mit unserem Linux Mini PC können wir unseren Schülerinnen und Schülern mit wenig Aufwand einen Einblick in die Open Source Welt ermöglichen und ihnen so die Chance geben, einen Schritt in die Richtung der digitalen Souveränität zu gehen. Machen wir dies doch möglich.
Bildmaterial aus dem Video
Nextcloud und Linux-MiniPC im Unterricht

